Samstag, 18. März 2017

Vergangen

Es ist lange her, dass ich geschrieben habe. Damals waren es gerade mal 21 Tage her, seit ich wieder deutschen Boden unter mir hatte - jetzt sind es über 8 Monate.
Oft habe ich einen Post angefangen, oft habe ich versucht meine Gedanken in Worte zu fassen, oft saß ich vor dem Bildschirm und verzweifelte ein klein wenig: Über was sollte ich berichten? Ich habe viel über Schweden geschrieben seit ich den Blog gestartet habe - aber was jetzt? Ich habe nichts zu berichten. Keine Vorbereitung auf die Bewerbung, keine Bewerbung, kein Abflug, kein Auslandsjahr, kein Heimkommen. Alles ist vorbei - so deprimierend es klingen mag. Ich habe nichts mehr zu berichten, und das fällt sehr schwer -  nach einem Jahr in dem man jeden Tag über Spannendes erzählen konnte.
Von anderen Austauschschülern bekomme ich mit, dass sie jetzt ehrenamtlich für YFU arbeiten und damit noch einen Schritt näher am Auslandsjahr geblieben sind, das sich sonst unerhört weit von ihnen entfernen würde. Ich würde auch gerne bei YFU bleiben, nur fehlt mir die Zeit. Diese verdammte Zeit, über die Alexandra so schön schreibt.
Irgendwann werde ich sie mir nehmen.

Vera

Donnerstag, 21. Juli 2016

Stopp!

Aussage zurückgezogen.
"Alles war wie vorher" - falsch. Völlig falsch. Alleine die Tatsache, dass ich gerade "völlig" fast mit F geschrieben hätte, zeigt mir, dass mein Kopf hier in Deutschland immer noch total hinterherhängt.
Auf den ersten Blick war es wirklich wieder normal, daheim zu sein. Schwester, Papa, Mama, Haus, Bett, Klavier, Fahrrad: Alles da, was vorher auch da war. Woran ich gewöhnt war. Schulkameraden haben noch dieselbe Haar- und Augenfarbe, dieselbe Stimme. Sitzen aber jetzt in verschiedenen Klassenzimmern.
Freundschaften haben sich verändert - wer sich früher nicht kannte, ist jetzt dicke, wer sich vorher gut verstanden hat, redet jetzt kein Wort mehr miteinander. An der Schule wurde umgebaut, es sieht anders und doch vertraut aus, der eigentlich genau gleich gebliebene Alltag stößt mit dem sich-wieder-an-alles-gewöhnen-müssen zusammen.
Zehn Monate? Machen viel aus.
Was mir vorher und auch noch in Schweden bekannt und bequem vorkam, stellt sich in meinem Kopf quer. Den Lehrer siezen? Warum denn, er duzt mich doch auch? - Um Gottes Willen, der Overheadprojektor ist unscharf - warte, warum gibt's die überhaupt noch? Wo sind die Computer eigentlich? Und meine Internetflat ist schon wieder aufgebraucht, ich bin es nicht mehr gewohnt, nur so kleine Datenmengen und nirgends freies WiFi zu haben. Die Züge sind so unkomfortabel hier. Und es regnet. Und überhaupt, warum rauchen hier so viele Menschen? Gab es in Schweden auch so viele Graffitis? Jetzt ist es mir zu warm, wo ist denn hier der nächste See, in den ich ohne zu fragen reinhüpfen könnte?
Alle haben unterschiedliche Unterrichtszeiten; es ist unmöglich, alle Leute, mit denen man früher ein Jahr lang jeden Tag in einem Zimmer saß, überhaupt zur selben Zeit - oder am selben Ort - zu sehen. Stückchenweise kriege ich mit, wie sehr man sich trotz aller Wiedersehensfreude voneinander entfernt hat, wie schnell unsere Leben unterschiedliche Bahnen eingeworfen haben. Ich erkenne noch Parallelen, aber auf der genau gleichen Spur befindet sich niemand mehr so richtig. Ist das dieses verpönte erwachsen werden?
In diesem Jahr habe ja nicht nur ich mich weiterentwickelt - und das muss ich noch begreifen.
Auf einem älteren Schwedenblog habe ich vor Jahren diesen Satz gelesen: Nach Hause gehen ist wie Rückwärtsgang nach einer Vollbremsung.
Stimmt schon: Das schwedische, in Fahrt gekommene Leben habe ich hinter mir gelassen, dann habe ich die Vollbremsung hingelegt, und dann war ich plötzlich wieder Deutsche, was jetzt aber irgendwie nicht mehr so richtig funktioniert - da ich mir bei dieser Vollbremsung irgendwie den Kopf gestoßen habe und nicht mehr klar denken kann.  Oder so.
Nicht unbedingt lustig, finde ich. Aber vielleicht kann ich irgendwann mal über das alles lachen. Höhen und Tiefen, wie ihr wisst, vergesst das nicht! Es wird auch wieder besser. War ja in Schweden genauso!

Hejdå, mitt älskade Sverige. ha det så superbra, jag kommer tillbaka, jag lovar
Vera

Donnerstag, 7. Juli 2016

Viel zu viel

zu erzählen. Wo fang' ich an?
Hier:


ÖLAND
Vor der großen Tour nach Lappland machten meine Gastmama und meine Gastschwester mit mir noch einen kurzen Trip nach Öland, eine kleine Insel vor der Ostküste Schwedens. Alte Reihendörfer und Holzwindmühlen erwarteten uns und auf der kleinen Insel lief der Alltag irgendwie ein wenig langsamer ab als auf dem Festland. 




LAPPLAND
Die letzte vollständige Woche in Schweden verbrachte ich schließlich im hohen Norden Schwedens - ein letztes Mal alle anderen Austauschschüler sehen, ein letztes Mal schwedischen YFU-Spirit spüren, ein letztes Mal heimkommen zur Gastfamilie. Das nächste Heimkommen war dann das ins Heimland, aber dazu komme ich später. Erstmal ein paar Impressionen zum leider verregneten, aber rund um die Uhr hellen Wunderland über dem Polarkreis.


Teil der Lapplandsreise waren die 20 Stunden Hin- und Rückfahrt mit der Arctic Circle Train, die uns von Stockholm nach Björkliden und von Kiruna wieder nach Stockholm brachte. Allein diese paar Stunden Zugfahrt mit mehr als 40 anderen Austauschschülern waren ein einzigartiges Abenteuer, das wir alle so schnell nicht wieder erleben, vor allem aber niemals vergessen werden!


Und auch wenn das Wetter die meiste Zeit zum Haare raufen war, gelang es einem im hohen Norden doch irgendwie immer, der Umgebung etwas abzugewinnen. 






MIDSOMMAR

Mittsommer wurde fast direkt nach der Heimkunft aus Lappland gefeiert. Kränze wurden geflochten und es war auch überhaupt nicht komisch, dann den ganzen Tag - auch unter Leuten - damit auf dem Kopf herumzulaufen. Eine Sache, in der die sonst so unauffällig sein wollenden Schweden sich einmal nicht zu schade für sind. 
Der Tanz um die Mittsommerstange musste dann für mich leider ausfallen, da die Lapplandswanderungen mir noch in den Kniegelenken festsaßen - aber Zuschauen war genauso amüsant! Dieser eine Tag im frühen Sommer verwandelte die so vom Winter gebeutelten Schweden in lachende, singende, um eine Stange kreiselnde Masse glücklicher Menschen.



Und dann war es auch schon Zeit für den Abschied. Dieser eine große Abschied, den man sich schon seit man in der Familie ankam vor Augen halten musste. Der, über den alle früheren Austauschschüler Horrorgeschichten erzählten. 
Aber auch dieser Abschied war mal vorbei und ich war alleine auf dem Weg zum Gate, wie damals in Deutschland: mit Tränen in den Augen und ein bisschen zu viel Gepäck. 


Das YES in Berlin wirkte dann wie ein Puffer zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Man war nicht mehr im Ausland, aber man war auch nicht zuhause. Es war ehrlich gesagt anstrengend, über Innovationen und Journalismus zu reden während die Stimmen im Hinterkopf hysterisch über den Fakt diskutierten, dass man in 4 Tagen wieder in seinem deutschen Bett schlafen würde. Aber auch das überlebte ich, und schließlich, nach nochmal vielen vergossenen Abschiedstränen und durchmachten Nächten, schließlich saß man dann wirklich im Bus nach Hause. Was auch immer das bedeuten sollte.

Aber schließlich stieg ich aus dem Bus, schloss meine Mami in die Arme, meine Schwester, meinen Papa, und ganz plötzlich, ohne ein Stocken oder Zögern, war ich zuhause angekommen. Alles war wie vorher - außer die Tatsache, dass in unserem Garten eine schwedische Flagge gehisst worden war. Für mich. Weil doch jetzt ein Teil von mir schwedisch ist.

Vera







Ps: Bilder werde ich später hinzufügen, ich bin wieder im Genuss meines deutschen (so gut wie nicht vorhandenen) W-LANs, das dauert alles ein wenig länger...Sorry dafür!


Freitag, 10. Juni 2016

beschwingte Schwerfälligkeit

Und plötzlich ist es vorüber gegangen, in einem Augenblick, in einem Atemzug, in einer Sekunde des Wegsehens.
Das Schuljahr, die Busfahrten durch den Morgennebel in Småland, das Warten für den Bus an der Kreuzung, die langen Pausen montags und die Anstrengung die man an den Tag legen musste um seinen Schlüssel aus dem Locker-Schloss zu bekommen.
Das Leben hier wird klar weitergehen, und meins auch, bloß nicht hier. 
Die Kühe werden weiter hier weiden und meine Gasteltern werden hier ein und aus gehen und Molly wird hoffentlich auch noch lange vor der Tür sitzen und bellen, wenn sie hereingelassen werden möchte. 

Und ich werden zuhause zur Schule gehen wie gehabt, ich werde vom Höllenteufel persönlich deswegen gestresst werden und ich werde Bullerbü immer noch verehren. Und trotzdem wird alles anders sein - aber den Teil mit den geteilten Herzen könnt ihr ja weiter unten gepostet lesen, ihr versteht hoffentlich wie ich das meine.
Es geht zu Ende und ich bin nicht mal unglücklich, ich bin einfach nur zufrieden damit dass ich diesen jahrelangen Traum durchgezogen hab ohne daran zu scheitern. 
Klar bin ich in der Zeit hier mit vielem gescheitert, doch ich hab es geschafft, daraus zu lernen und nicht daran zugrunde zu gehen - das ist mir viel wert!
Schweden wird ab jetzt immer einen gewissen Teil meines Herzens, meiner Seele, meines Charakters einnehmen, und das fühlt sich gut an. Mal sehen, wie die Welt sich noch so in mich hineinschleichen und dort einnisten wird. Auf jeden Fall bin ich einfach nur froh. Meine Lachmuskeln schmerzen und dieses gewisse Strahlen das jeder Schüler am letzten Schultag in den Augen herumgetragen hat ist auch bei mir noch nicht verklungen. 

Bald bin ich zuhause!
Vera 


Dienstag, 24. Mai 2016

SOMMER

Leute,
ganz unerwartet ist dann der Sommer da. Für ein paar Tage. Die Sonne knallt hinunter auf die blassen Schweden und lässt uns alle fast einen Hitzeschlag bekommen, weil niemand genug kriegen kann vom Wetter. Wer weiß, wann das wieder umschlägt?
27 Grad ist fast selten hier in Schweden, vor allem hier im småländischen Hochland.
Die schönste Zeit des Jahres ist jetzt, hab ich beschlossen. Wenn alles blüht und der Baum vor meinem Fenster plötzlich Blätter trägt, die die Hälfte meiner Aussicht (auf eine schöne Art und Weise!) verdecken. Ich verstehe jetzt, warum so viele Leute Sommerhäuser in Schweden haben: Es ist einfach atemberaubend schön hier in den warmen Sommermonaten.
Bald ist nur noch ein Monat übrig von meiner Zeit hier, und ich hab es irgendwie trotzdem noch nicht gerafft, jetzt wo sich alles so normal und alltäglich anfühlt. Heimfahren? Ich bin doch irgendwie zuhause? 
Die letzten Tests werden geschrieben, der Schulalltag wird noch gelassener und das schwedische Schuljahr endet dann Anfang Juni. Ich werde eine Studentmössa bekommen und die Schule wird mich verabschieden. Ich werde meinen Locker ausräumen und den Schlüssel abgeben, und mit ihm ein großes Stück schwedisches Leben (ja, der Locker enthält ALLES - wenn der Schlüssel vergessen wurde, ist der Tag gelaufen!).
Kurz gesagt: Mein neuer Alltag wird gegen den alten eingetauscht, und das fühlt sich kompliziert an. Am liebsten würde ich alles mischen, Sovmorgon haben und trotzdem in Deutschland zur Schule gehen, den idyllischen, ruhigen Schulweg haben und trotzdem durch die Altstadt in Bayern laufen und die - jetzt zugegeben - vielen Zugverbindungen haben und trotzdem in einem gelben Schwedenhaus in meinem so geliebten Nirgendwo wohnen.




Aber das wird kaum gehen - da hilft nur, sich mit den Gedanken anzufreunden und irgendwie den Rest noch zu genießen. Auch wenn der Abschied naht und ich Nervenzusammenbrüche bei Pack-Gedanken bekomme. HILFE!
Auch lassen sich meine Gedanken kaum mehr in Worte fassen. Dafür ist dieser Text auch so unstrukturiert, entschuldigt!
Ich hoffe, es geht euch gut!
Ha det bra!

Vera

Sonntag, 15. Mai 2016

Erzählstoff und Zeit im Ungleichgewicht

Ich hab' keine Zeit und keine Muße, viel zu schreiben. So viel passiert und so viel will gezeigt und erzählt werden, aber wo fängt man an? Wo hört man auf? 
Obwohl: alles hat mal ein Ende. Immer und überall. 
Der Frühling ist in vollem Gange und ich habe so viel draußen zu tun gehabt, dass ich mir einen Sonnenbrand geholt habe und sogar schon ein wenig braun bin.
Die Kälbchen werden größer und größer und Skåne wird mehr und mehr drittes Zuhause. Die Sehnsucht nach Bratwürsten und alten Freunden wird stärker. Und ich bin jetzt schon gestresst, wenn ich ans Packen denke. Und ans Tschüss-Sagen. Und ans Hallo-Sagen.
Aber erstmal bin ich dankbar, das alles hier bis zum Schluss auskosten zu dürfen. Wird mit jedem Tag besser. Auch noch im letzten Monat. 







Alles gemischt, ich weiß - Gedanken wie Bilder. Hoffe, ihr habt trotzdem Freude dran. 
Hab euch lieb!
Vera

Montag, 25. April 2016

Zuhause. Zuhause?

Re-Entry.
Zurück-Eintreten. Zurück-Entern. Nochmal-Anfangen?
  Doofe Übersetzung, und es fühlt sich irgendwie wie Rückwärtsgang an. Auf Kärsögården war es plötzlich kalt, und man hatte die Stelle doch noch so warm in Erinnerung von August. August - 8 Monate weit weg, und doch scheint es wie ein ganzes Leben, und trotzdem kommt es einem vor wie gestern. Universalsprache ist jetzt nicht mehr Englisch, sondern Schwedisch. Selbst die große Deutschen-Gruppe schwang teilweise auf Schwedisch um, weil es ganz einfach unkomplizierter war, sich auf unserer jetzt fast-Muttersprache zu unterhalten. Hätten wir nie gedacht, wenn wir an diesen holprigen Start zurückdenken, an dem man auf einer Bank in der Sonne saß, auf die gelb gestrichenen Holzplanken der Jugendherberge starrte und sich fragte, warum zum Teufel man sich auf diese ganze Sache hier eingelassen hatte. 10 Monate? Bin ich eigentlich bescheuert?

  Zurück gehen. Nach Hause. Probleme wurden diskutiert, Befürchtungen, Ängste, es wurde darüber geredet, was man gerne hier lässt und was man am liebsten mitnehmen würde (ich antwortete auf diese Frage mit Hund Molly). 
  Und dann fährt man wieder zurück nach Hause, telefoniert mit Zuhause und hat so viel über das nach Hause gehen geredet, dass man denkt, man fährt sofort nach Hause. Und zu Hause wartet dann das Essen auf dem Tisch und Molly begrüßt einen mit Händeschlabbern und ich werde gleich zum Eier im Hühnerstall holen rekrutiert.

  Ihr kennt sicher diesen ausgelutschten Spruch Zuhause ist da, wo dein Herz ist. Ich hab ihn immer scheiße gefunden. So dämlich einfach-dahin-gesagt, Kitsch-Schnickschnack ohne wirklichen Hintergrundsinn und er hat mich immer an ein schlecht mit Paint erstelltes Facebookpost-Googlebild erinnert. Ja genau, so eins.
  Und jetzt sitze ich hier und kann einfach nur sagen, dass es irgendwie trotzdem stimmt.
Zuhause ist da, wo dein Herz ist.
Hier und Zuhause.
Zuhause und Zuhause.
  Zuhause bei meiner Zwillingslästerschweinschwester, bei meinem Musik verehrenden Papa, bei meiner Mama mit immer offenem Ohr, bei meiner Landkarte über dem Bett und bei meinen zwei Kaninchen - auch wenn sie nur noch in meinem Herzen existieren.
Und trotzdem auch zuhause bei meiner Gastmama, die mich immer zur Schule fährt wenn ich Sovmorgon habe, bei meinem Gastbruder, durch den ich so viel über Politik lernen durfte und der mit mir Luftgewehr schießt, bei meinem Gastpapa, der mir bald das Traktorfahren beibringt, und bei meiner Gastschwester, mit der man manchmal echt richtig doll lachen kann (und bei Molly, die mir beigebracht hat, dass alte, vergessliche Hunde unbedingt immer zwei Portionen Futter haben müssen).
 Mein Herz ist zuhause in Bamberg auf dem Stephansberg, zuhause in der Svenska Kyrkan-Jugendgruppe, zuhause im Zug zur Schule, zuhause in der 160 nach Aneby,  zuhause in der Scheune, bei den Katzen die dich so lange beachten, bis du ihnen Essen gibst, und zuhause in meinem Zimmer mit Blick auf eine Kuhweide.
Zuhause in Schweden und zuhause in Deutschland: der Spruch sagt nirgends, dass das Herz ganz sein muss.

___

Re-Entry.
Tillbaka. Ny början?
  Dåligt översättning, och det känns som vi kommer åka baklänges. På Kärsögården var det plötsligt kallt, och man minns fortfarande hur varmt det var här när vi kom i början av augusti - 8 månader  långt bort, känns ändå som ett helt liv och likväl känns det som igår. Universalspråk är inte engelska längre, det är svenskan nu. Även den stora tyska gruppen bytte till svenskan eftersom det vat helt enkelt inte so komplicerad som det var när man fick tänka om och prata tyska igen. Det skulle vi aldrig ha vågat, om vi tänker tillbaka till den här svåra början när man satt på bänken och stirrade på de gula väggarna av vandrarhemmet och tänkte sig vad i helvete gör jag här egentligen. 10 månader? Är jag dum i huvet?
  Att åka tillbaka. Hemma. Problemer diskuterades, rädslan, ångest, vi pratade om vad vi gärna lämnar här och vad vi skulle ta med oss om vi kunde (jag svarade på den frågan med hunden Molly).
  Och sen åker man tillbaka hem, ringer hem och har så många tanker om att åka hem i huvet att man tror man ska packa nu och åker hem just imorgon. Och hemma väntar maten och Molly välkomnar en med viftande svansen.
  Ni säkert känner igen den här gamla citatet Hemma är där hjärtat är. Jag tyckte aldrig om det - trodde att den hade ingen bakgrundsbetydelse, att den var en kitch-schnickschnack, en sån dåligt gjort bild man postar på facebook, ja, en sån.
Och nu sittar jag här och kan bara säger att den här meningen stämmer.
Hemma är där hjärtat är.
Här och hemma.
Hemma och hemma.
  Hemma hos tvillingssystern, hos min musikälsande pappa, hos min älskade mamma som alltid lyssnar på mig, hos min världskarta på väggen bredvid sängen och hos mina kaniner - även, om de bara finns kvar i mitt hjärta.
  Och ändå är jag hemma här hos min värdmamma som kör mig till skolan varje gång jag har sovmorgon, hos min värdbror som lärde mig så mycket om politik och som skjutar luftgevär med mig, hos min värdpappa som vill lära mig att köra traktorn och hos min värdsyster som jag kan skrattar ganska mycket med ibland (och hos Molly som lärde mig att man kan fortfarande vara duktigt på precis allt när man är nästan 100 år i människoråldern).
  Mitt hjärta är hemma i Bamberg på Stephansberget, hemma i svenska kyrkan Ungdomsgruppen, hemma på tåget till skolan, hemma på 160 bussen till Aneby, hemma i lagon var katterna vill ha mat, och jag är hemma på mitt rum med utsikt på lyckliga kor och kalvar.
Hemma i Sverige och hemma i Tyskland: citatet sa aldrig att hjärtat ska vara helt.

Vera